Liebe Nicht-Piratenwählerinnen

„Was macht für euch die Piraten unwählbar? Ich will dran arbeiten, wenn ich es nachvollziehen kann.“

schreibt @ennolenze auf Twitter.

Das interessiert uns auch. Wir sind gespannt auf Eure Kommentare.

Warum konnten wir in Niedersachsen lediglich so wenige überzeugen, uns ihre Stimme zu geben?

(Anmerkung: Es ist nicht nötig, eine korrekte eMail-Adresse anzugeben, wenn Ihr hier einen Kommentar posten wollt. Zudem könnt Ihr uns auch anonym und verschlüsselt über unsere Privacy-Boxeine Nachricht übermitteln, die wir dann hier online stellen können. Danke!)

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30 Kommentare zu “Liebe Nicht-Piratenwählerinnen

  1. – Keine Führungspersönlichkeit
    – Sozialpolitik sowie Finanzpolitik nicht existenziell (Um nicht zu sagen traurig)
    – Man hört so wenig von euch außer Kritik. Ihr betriebt außerhalb des Internets zu wenig Werbung. (Aber eure Plakate sind super ;))
    – Ausländerpolitik.. Habt ihr eine? ..
    – Drogen legalisieren geht gar nicht
    – Euer Leitthema „Urheberrecht“ ist schwer zu begreifen. Ihr wollte jede Idee allen zugänglich machen? Aber verkauft selbst Bücher .. ohne diese kostenlos ins Netz zu stellen. Das wirkt sehr schwach.
    – Etc (End of thinking capacity)

    • Hallo Sascha.
      Bezüglich Führungspersönlichkeiten haben die Piraten m.E. eine klare Einstellung. So was wollen wir nicht. Wir treten dafür ein, das Menschen aufhören, die Regulierung ihres Lebens an andere zu delegieren.
      Wir kämpfen und streiten darum gegenwärtig auch intensiv in eigenen Reihen. Das lähmt natürlich unsere Außenwirkungsarbeit.
      Wir wollen jedenfalls keine Führungspersönlichkeiten sondern Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit.
      Piraten wählen heißt darum sich für einen anderen Politikstil eine andere Gesellschaftliche Organisationsform zu entscheiden.

      Es ist so ähnlich wie mit den BIO Produkten. Immer wieder erfährt die Öffentlichkeit über Schiebereien in der Produktion und dem Handel. Immer wieder auch das BIO nicht gesünder sei als anders.
      Von solchen Fakten unabhängig drückt jemand der sich für BIO entscheidet aus das er einen anderen Umgang mit der Natur wünscht.
      Transparenz und Basisdemokratie sind zwei Begriffe die durch die Piraten enorme Popularität erreichten.

      Zur Finanz- und Sozialpolitik.
      An ihren Taten sollt ihr sie erkennen darum möchte ich vorweg darauf hinweisen, dass die Staatsverschuldung von gegenwärtig 2,1 Billionen Euro von finanzpolitisch kompetenten Politkern angehäuft wurde.
      Da wir keine Führungspersönlichkeiten haben, haben wir auch keine endgültigen Antworten auf solche Fragen. Allerdings wird m. E. das BGE für das wir eintreten in seiner sozial- und finanzpolitischen Wirkung kolossal unterschätzt.
      Die Garantie der Existenz führt logisch zur Lösung von nahezu 90% aller sozialen Probleme.
      Marseille eine bedeutende am Mittelmeer gelegenen französischen Hafenstadt soll dieses Jahr als europäische Kulturhauptstadt glänzen. Gegenwärtig versinkt die Stadt allerdings in durch Armut und Perspektivlosigkeit gezeugte Kriminalität.
      Nun werden neben Sozialarbeiter auch Kulturschaffende in die sozialen Brennpunkte geschickt um die Leute zu bespaßen.
      Gegenwärtiges Ziel ist es, für die Menschen etwas zu tun.
      Wir Piraten möchten das die Menschen befähigt werden für sich selbst etwas zu tun.
      Auch hier geht es darum nicht „für“ sondern „mit“ bzw „durch“ die Menschen selbst Veränderung zu bewirken.

      Zur Ausländerpolitik.
      Die Erde ist rund und auf ihr existieren keine Ausländer. Unter Ausländer fallen Menschen mit spezifischen eingeschränkten Rechten. Da wir der Ansicht sind, dass allen Menschen gleiche Rechte zustehen, also Menschen 2. Klasse ablehnen stehen wir mit einen ausgrenzenden Ausländerrecht auf Kriegsfuß. In Europa existieren ja bekanntlich 3 Klassen.
      Inländer, Ausländer aus europäischen Ausland und sonstige Ausländer.
      Mit unsere Forderung z.B. nach einem Wahlrecht für alle, tragen wir unserer grundsätzlichen Auffassung Rechnung.
      Fruchtbare Regionen erlauben einen hohen Lebensstandard und ziehen von daher viele Menschen an. Auch wenn es m.E. keine persönliche Leistung ist in so einer Region geboren worden zu sein kann man m.E. nicht umhin einen gewissen Schutz der „Ureinwohner“ zu befürworten.
      Aber langfristig sollte man m.E, die Übel bei der Wurzel fassen. Viele Menschen verlassen ihren angestammten Platz, kehren also ihrer Familie ihren Freunden ihren sozialen Strukturen den Rücken, weil ihnen ihr Überleben dort nicht mehr möglich ist.
      Darum ist es an der Zeit auch das eigene nationale wirtschaftspolitische Handeln daraufhin zu prüfen inwiefern es geopolitisch für Zustände verantwortlich ist die zu Verarmung und Verelendung anderer Regionen führen.
      Deutschland ist im Verbund mit Nato oder anderen „westlichen“ Bundesgenossen an zahlreichen Kriegsschauplätzen zu Gange.
      Ausländerpolitik ohne Berücksichtigung von Außen-, Wirtschafts-, und Kriegs- bzw Verteidigungspolitik führt nach Absurdistan.

      Zu Drogenpolitik.
      Wer wie die Piraten auf Freiheit und Selbstbestimmung setzt, muss die gegenwärtige Drogenpolitik ablehnen. „Suchtpolitik statt Drogenkrieg“ oder so ähnlich hatten wir zur Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus plakatiert.
      Restriktives Handeln ist i.d.R. da notwendig wo die Zeit für lange Erklärungen und Debatten fehlt, aber es ersetzt sie nicht.
      Unsere Vorstellung geht in 2 Richtungen. Erstens, wir wollen frühzeitig Kompetenz im Umgang mit Rauschmitteln vermitteln. und wollen zweitens eine Suchtpolitik die den Süchtigen aus seiner Sucht heraus hilft ohne ihn zu kriminalisieren.

      Zum Urheberrecht.
      Was auch immer für eine grundsätzliche Position die Piratenpartei hierzu einnimmt die individuelle Handlung einzelner Piraten ist davon unberührt. Es ist nicht verboten Bücher im Rahmen gegenwärtigen Urheberrechts heraus zu bringen.
      Die Notwendigkeit einer Reform des Urheberrechts, die den modernen technischen Möglichkeiten Rechnung trägt und der Kriminalisierung des am komplexen Datenaustausch Teilnehmenden ein für alle Mal ein Ende setzt bleibt davon unberührt.
      Meine persönliche Ansicht ist das alle Urheberrechte (inklusive Patent- und Markenrechte) abgeschafft werden sollten. Ein Rechtssystem das den Zugang zu Wissen kostenpflichtig macht oder gänzlich verhindert lehne ich ab.

      Mit herzlichen Grüßen
      Schokolade (Pirat aus Leidenschaft)

    • Drogen legalisieren geht. Sorry, muss mal von Anon-Seite ein Lanze für die Piraten brechen. Durch die Legalisierung weicher Drogen (Cannabis) und härtere Strafen auf harte Drogen, kann eine Kluft geschlagen werden. Aktuell kommen die Kids über Cannabis (welches man in den Statistiken zu Drogentoten nicht findet. Man kann sich praktisch nicht zu Tode kiffen) beim Dealer auch in den ersten Kontakt mit harten Drogen. Dieser Kontakt würde verhindert und mittelfristig auch zu weniger Drogentoten generell führen. Der legale Verkauf von Cannabis würde viele Arbeitsplätze schaffen und Gelder, die jetzt in die Kriminalität fließen, in einen normalen Umlauf mit Steuern und Löhnen bringen. Natürlich kommt es auf den eigenverantwortlichen Umgang mit Cannabis an, aber das ist ja auch bei Alkohol so.

      Fassen wir kurz zusammen:

      -Arbeitsplätze
      -Steuereinnahmen
      -größere Kluft zu harten Drogen
      -Entkriminalisierung der Jugend die mal einen auf ner Party kifft
      -0 Drogentote
      -mittelfristig weniger Drogentote wegen weniger Kontaktmöglichkeiten zu harten Drogen

      Natürlich müssen Abgabe etc geregelt und kontrolliert werden. Mit der Legalisierung kann man also einige gesellschaftpolitische Themenbereiche angehen. Die Entlastung der Justiz und die medizinischen Aspekte hab ich mal außen vor gelassen, genauso wie den Rohstoff Cannabis (Bekleidungsindustrie z.B.).

  2. Im gerade beendeten Nds-Wahlkampf:

    -moderne Medien zum Wahlkampf zu nutzen, ist in Zeitalter von Web 2.0 eine feine Sache, aber dafür die konservativen Wahlkampfmittel zu vernachlässigen, ist dann eher kontraproduktiv. Zumal die „Politkverdrossenheit“ gerade unter den jungen Wählern ja am größten ist. Also habt ihr die ältere Generation kaum erreicht.

    -Wo steht ihr eigentlich? Und das ist mein größtes Problem. Ich kann euch politisch einfach nicht einordnen….sozial links, liberale Mitte oder konservativ rechts? Für mich habt ihr einfach kein klares Profil, kein Gesicht.

    -Eure poltischen Ziele kann man zwar aus eurem Wahlprogramm/Parteiprogramm erlesen, allerdings war die Kommunikation im Wahlkampf nach außen, also zum Wähler hin, mehr als mangelhaft. Lustige Plakate hattet ihr, die frischen Wind in die Plakatlandschaft gebracht haben. Aber genau das waren sie dann auch schon, lustig. Keine Aussage, nix.

    -Die internen Dispute und Streitigkeiten, die jedoch nicht intern blieben, haben sicherlich auch nicht mehr Stimmen gebracht.

    -Die Attitüde „Wir sind jung und haben keine Ahnung von nichts“ funktioniert einfach nicht mehr. Schärft euer politisches Profil, setzt klare Kernaussagen, warum ICH EUCH wählen soll, wofür ihr steht, was ich von Euch habe, dann wird das auch was, da bin ich sicher. Denn Potenzial sehe ich durchaus bei den Piraten.

    • Hallo Rene
      1.
      Du fragst dich wo wir stehen und möchtest uns politisch einordnen. Sind wir Grün oder Rot oder Rot oder Gelb oder Schwarz.
      Ganz vermessen würde ich behaupten wir sind aus allem das Beste.
      Sind wir doch angetreten alle progressiven Kräfte der Gesellschaft, die an den verknöcherten Strukturen, an Filz und Vetternwirtschaft, an Gefälligkeitsempfängern und Gefälligkeitsschuldnern, sich bis dato vergeblich abarbeiteten, eine Plattform zu bieten, ihre Ideen vorzustellen zu diskutieren und womöglich umzusetzen. Wen Utopien begeistern, soll eben nicht zum Arzt wie es die SPD ihren Mitgliedern verordnet sondern bei uns den Piraten mitarbeiten. (nach Gerd Anger Vorsitzender der Piratenberlin)
      Aber, wir sammeln nicht die am Leben gescheiterten sondern die, die an den politische Strukturen zu scheitern drohen.
      Wir sind demokratischer als die christ- oder sozialdemokraten weil wir keinem Volk und keiner Nation verpflichtet. Wir sind liberaler als die FDP und Grüne weil wir keine sozialen Schicht verpflichtet und revolutionärer als die Linke weil wir keiner Weltanschauung verpflichtet.
      Wir stehen für die umfassende individuelle Freiheit des Menschen.

      2.
      Der große Bruder der Transparenz heißt Toleranz und auch Piraten sind nur Menschen. Unter „Schwarmintelligenz“ verstehen wir nicht synchrones Pulkschwimmen sondern die Essenz aus dem Pluralismus von Meinungen und Vorstellungen. Die Piratenpartei ist der Versuch den divergierenden Strömungen in unserer Gesellschaft eine Plattform zur Verfügung zu stellen auf der konstruktive Ergebnisse erarbeitet werden. Interne Streitereien können da gar nicht aus bleiben.

      3.
      Immer wieder werden wir mit der Phrase paraphrasiert wir hätten keine Ahnung und seinen stolz drauf.
      Menschen die jedes Problem im Handumdrehen verbal gelöst haben sollten einem eigentlich suspekt sein. Wer das hin und her der Politik in der Eurokrise beobachtet hat, müsste den Piraten dahin gehend recht geben, dass Lösungen häufig ad hock in Realtime im Reallife entgegen allen vorherigen Aussagen der Akteure gefunden werden.

      Sicher wäre es schön wenn jeder auf jeden Topf einen Deckel hätte, aber unser Anspruch ist es das jeder Rederecht hat und nicht nur ausgewähltes, speziell geschultes Personal.
      Den Schlecker-Frauen haben m.E. die schönsten tagesaktuellen Statements getropft von verständnisvollen fleischigen Lippen weniger geholfen das ein trockenes, klares „keine Ahnung“, denn sie haben, teuflisch, Hoffnung in aussichtsloser Lage genährt.

      4.
      Zu deinen Kritikpunkten bezüglich der realen Präsenz in Niedersachsen kann ich als Berliner Pirat nichts sagen.

      Schokolade

  3. Der Enno hat das doch gut verbloggt
    http://t.co/MHM4uDbw

    Gerade die falsch verstandene Transparenz: wer wen nicht leiden kann statt warum man gerade so entschieden hat geht mir auf den Keks.

    Und sobald jemand mal eine neue Idee hat, mit der er bei anderen aneckt geht der Veriss los.

  4. Pressearbeit wäre gut. Also mit Inhalten in die Presse kommen, nicht mit Gossip. Ich denke es ist die Zeit ernsthaft darauf hin zu wirken die Pressearbeit in der Bundespartei professionell zu machen. Es gab im letzten Jahr zig Möglichkeiten in welchen ich mir eine knackige Meldung von der Piratenpartei erwünscht hätte – es kam aber nichts. Ihr nehmt am politischen Diskurs (ausserhalb der eigenen Partei) nur kaum wahrnehmbar teil.

    Ständige Mitgliederversammlung – Ich werde zur Bundestagswahl keine Partei wählen, welche mit eurem Veränderungsanspruch unterwegs ist und dann Parteitage abhält auf denen nur ein Bruchteil der Anträge verhandelt werden kann – und danach passiert dann nix mehr. Hat sicherlich auch mit dem ersten Punkt zu tun. Wenn keine Entscheidungen getroffen werden, was sollte ein Presseteam dann auch schreiben.

    Und zu letzt: Das einzige, was ich von der niedersächsischen PP vor dem Wahlkampf wahrgenommen habe war der offene Brief zum Buch von Frau Schramm – kein positiver Eindruck.

  5. Zunächst einmal, was für mich nicht das Problem ist: wenn einige Mitglieder mal einen schiefen Tweet posten. Das wird zwar dankbar von der Presse aufgenommen, aber davon geht die Welt nicht unter. Das sind höchstens Ungeschicklichkeiten.

    Auch finde ich ein wenig Chaos und Unprofessionalität nicht so schlimm, das hat auch was erfrischendes, inkl. Bällebad 🙂

    Ebenso finde ich auch bunte Vögel wie Ponader erfrischend, auch wenn der Mob in den Kommentarspalten der WELT oder des SPON zur Mistgabel greift. Ich bezweifle ohnehin, ob diese Schreiber je Zielgruppe für die PP waren.

    Was die Piraten allerdinx wirklich unwählbar macht:

    1. Euer nach wie vor ungeklärtes Verhältnis zum Urheberrecht, das in einem praxisuntauglichen Programm zu dem Thema mündet. Die Problematik kristallisiert sich sehr anschaulich in der Buchveröffentlichung von Julia Schramm.

    2. Die persönlichen Feindschaften Eurer Mitglieder untereinander, dessen Zwischenergebnis u.a. eine noch nie dagewesene parteiinterne Klagewelle zur Folge hat.

    3. Einige Piraten spielen sich als oberste Zensurinstanz im Internet auf, speziell verweise ich hier auf die „Antisemitenjäger“, die verklagen, Internetpranger einrichten und PAVs ankurbeln, bei jedem, der gewisse Reizvokabeln einmal verwendet hat.

    Es gibt aber auch andere Zensurbestrebungen bis hin zum Vorstand, z.B. werden Umfragen gefälscht http://www.tauss-gezwitscher.de/?p=3362

    Das hat mit der Freiheit des Netzes nicht das geringste zu tun, sondern ist genau das Gegenteil davon.

    4. Elitenbildung, die sich ausdrückt in immer obskureren Organisationsformen innerhalb(?) der Partei. Gruppe 42 oder das Frankfurter Kollegium als Beispiele.

    5. Eine völlig paralysierte Führungsspitze. Der BuVo weiß noch nicht einmal, ob er für sich sprechen darf und die Berliner sitzen völlig realitätsfern im Bunker, gefangen von Selbstverliebtheit.

    6. Temporäre Schwachsinnsdiskussionen, die weder auf der Höhe der Zeit sind noch was mit den alten Piraten zu tun haben. Fing an mit Spackeria und ist jetzt bei Sexismus. Interessanterweise werden diese absurden Themen immer von denselben Leuten in die Partei hinein getragen.

    Wenn diese Dinge angegangen werden, hab ich Hoffnung für die Freibeuter. Allerdings wage ich das mal bei dem Führungspersonal schwer zu bezweifeln.

    LG
    Glamy

  6. Nicht nur Wähler rechts der Mitte können strategisch wählen, sondern auch die links der Mitte. Da es nach den Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen von Schwarz-Gelb und Rot-Grün gab, wären Stimmen für die Linken und Piraten verantwortlich für weitere 5 Jahre Schwarz-Gelb. Das wollten viele Wähler nicht. Leider ist das Links-der-Mitte Spektrum fragmentierter und kann sich nicht einigen.

  7. Über unsere Privacy-Box als Kommentar an uns übermittelt: „Weil ihr den Menschen mit eurer technokratischen Sprache und dadurch dass ihr einen Wissenstand voraussetzt den die meisten nicht haben täglich das Gefühl gebt sie hätten keine Ahnung, seien Idoiten die es zu bekehren gilt.

    Danke, aber dass ich zu doof bin die Welt zu verstehen muss ich mir nicht sagen lassen.“

    • Okay, zugegeben: Eine Meinung entsteht ja bekanntlich durch die subjektive Wahrnehmung. Aber den Kritikpunkt kann ich so gar nicht nachvollziehen. o_O

  8. Die Wähler*innen wollten schwarz/gelb abwählen, viele gingen auf Nummer Sicher. Man sollte daher die Schuld nicht bei sich suchen, dass es Fehler gab wurde noch vor dem Landtagswahlkampf eingestanden.

    Man sollte den Wähler*innen-Willen annehmen, schwarz/gelb ist knapp weg. Schünemann nicht mal mehr im Landtag (Aufrücker auf Platz 3) – das ist doch ein Erfolg und Trostpflaster!

    Es liegt nun an der ausserparlamentarischen Opposition sich solidarisch untereinander zu verhalten und den grün/roten zu zeigen das man alle ihrer Handlungen kritisch beäugt.

    Ulrich Eberhardt (Petent nichtmeinminister.de)

    P.S.: Wir sammeln weiterhin Unterschriften damit sich ein Untersuchungsausschuss der menschenverachtenden Handlungsweise des ehemaligen niedersächsischen Innneministers Schünemann annimmt.

  9. Die Piraten beschäftigen sich hauptsächlich mit sich selbst: Partei- und Wahlprogramme, Parteitage, Personaldebatten, Liquid Feedback, Wahlkampf …

    Selbst politische Steilvorlagen wie eine bundesweite Tranzparenzdebatte, Die Ankündigung der Regierung, einen neuen Bundestrojaner von einer dubiosen Firma kaufen zu wollen, der Suizid eines bekannten Informatuonsfreiheits-Aktivisten … werden von den Piraten weitgehend ignoriert.

    Früher, als es gegen Zensursula und Stasi 2.0 ging, war das anders. Damals hatte ich die Hoffnung, dass es endlich eine Partei gibt, der Sachfragen wichtiger sind als Parteipolitik.

    ——————–

    Die Buchveröffentlichungen von Schramm und Weisband haben gezeigt, dass die Piraten sehr schnell ihre eigenes Programm ignorieren, wenn es sie selbst betrifft. Was würden die Piraten alles aufgeben, um eine Rolle in der „großen“ Politik zu spielen?

    ——————–

    Die alten Themen, wie Informationsfreiheit und Urhebeerrecht scheinen bei den Piraten kaum noch eine Rolle zu spielen. Die Piraten sind eine reine Mitmachpartei geworden, bei der jede(r) für eine Weile seine eigenes Thema pushen kann. Bis dann die nächste Sau durch’s Dorf getrieben wird.

  10. Die Biestigkeit, mit der Femtrolle wie Sie mit Ihrem Piratinnen Account Jagd auf jeden machen, der nicht Ihrer Meinung ist.

  11. Was mich auch stört: Die Überheblichkeit, mit der einige Kandidaten auftreten. Nicht alles, was die Altparteien machen, ist schlecht.
    Mangelnde Kritikfähigkeit EINIGER Kandidaten: Nehmt Euch mal Zeit und hört den Leuten GENAU zu!
    Fehlende flächendeckende „Versorgung“ mit Piraten.(Gerade) In Niedersachsen müsst Ihr in die Fläche gehen.
    Persönlichkeiten: Es fehlt der Partei an „Lautsprechern“. Es gibt zu wenig Piraten mit (sehr) guten Rhetorik-Kenntnissen. Fachliche Kompetenz allein reicht leider nicht (mehr). Die Piraten brauchen Leute/Persönlichkeiten, die auch mal Dinge drastisch formulieren und Klartext reden – kein Wischi-waschi-Polit-bla-bla….

  12. Wieso sollte ich eine Partei wählen wollen, die parlamentarische Demokratie geringschätzt? Was haben die Piraten in den Parlamenten zu suchen, wenn sie nicht an Repräsentation glauben sondern eben an direkte Demokratie?

    Mir fehlt ein klares Bekenntnis der Piraten zu einer Demokratie, wie sie die Gründerväter der Bundesrepublik gedacht haben. Ich glaube jedoch, das wollen und können die Piraten nicht leisten. Deshalb sind sie für mich unwählbar.

    Urheberrrecht: Die Piraten sollen endlich ehrlich zu sich und ihren Wählern sein und zugeben, dass sie auf diesem ihrem Kerngebiet nicht liefern können. Da sind internationale Verträge vor, und man müsste alle völkerrechtlich verbindlichen Verträge aufkündigen. Das wird nicht geschehen. Eine faktische Enteignung von Urhebern und ihren Verwertern wird niemals durchsetzbar sein, so lange wir in einer Marktwirtschaft leben und es ein Bundesverfassungsgericht gibt. Mit solchen denkbar weltfremden Forderungen werden nur Peer Groups bedient, und die sind verschwindend klein. Die Piraten müssen schleunigst raus aus der Falle, die sie sich selbst gestellt haben, sonst bleiben sie eine dubiose Splitter-Partei.

    Ich glaube unterm Strich jedoch, die Piraten wären als außerparlamentarische Bewegung besser positioniert. Raus aus der Peer Group, weg vom Computer, ran an die Menschen. Das Leben findet offline statt.

  13. Die Weigerung innerparteiliche Gremien einzuführen und, macht uns zu einem Haufen von wild umhergackernden Hühnern, die zwar interessantes zu sagen haben, die man aber nicht versteht, weil alle durcheinander reden.
    Der Wunsch nach einer neuen Art von Politik ist absolut nachvollziehbar und wünschenswert. Eine gewisse Grundformation innerhalb der GANZEN Partei ist aber unerlässlich.
    Man muss ja nicht Strukturlos sein, um nicht als konservativ zu gelten.

  14. – Chaos
    – Shitstorms
    – Kein Vertrauen in Leute mit Ahnung im komplexen Thema xyz
    – Trollen einen Nährboden bieten sowohl offline als online
    – Verbot von xyz geht gar nicht, wenn Verbot = „Anlassgesetzgebung“
    – BuVos, die gegen die eigenen Mitglieder stänkern
    – Der Irrweg LQFB
    – Rumfailen wo es nur geht
    – Ponader
    – Generelles Gutmenschentum, dass sich immer mehr in der Piratenpartei breit macht
    – Verlust der sachlichen Ebene
    – Linke Spinner aus Berlin

    (alles from my point of view)

  15. Direkte Demokratie, zinsfreie Humanwirtschaft, freie unabhängige MEDIEN und das Einsetzen für das „Subsidiaritätsprinzip“ mit souveränen Nationalstaaten in Europa
    das sind die wichtigen Themen für Intelligenzagenten und freien
    Menschen in Deutschland –
    … das sind die Themen welche zu klären und transformieren sind !
    Nicht das Kopieren und Abschreiben der „ALTERNATIVLOSIGKEIT“ aus den zensierten MATRIX-Bilderberger-Medien (dpa,afp,Reuters,SPIEGEL, ZEIT,BLÖD etc ) und ihren
    Marketingexperten für neurolinguistisches Programmieren im Dienste des feudalen zinszeitgesteuerten IMPERIUMS der GELD&BODEN AG …

    SELBSTPROGRAMMIERUNG erfordert eigenes DENKEN, INFORMIEREN und HANDELN !

    Wir brauchen KULTUR-PIRATEN keine KONSUM-PIRATEN !

    siehe Diskurs…

    http://www.heise.de/tp/blogs/foren/S-Direkte-Demokratie-zinsfreie-Humanwirtschaft-Subsidiaritaetsprinzip-in-Europa/forum-247187/msg-23009245/read/

  16. P. S.: Und so lange wirklich jeder mitmachen kann in der Piratenpartei – auch die Sexisten, Antisemiten, Vulgärmarxisten oder die spinnerten Heise-Foristen – so lange seh‘ ich keinen Weg zum Wähler. Das sollte aber eigentlich offensichtlich sein.

    • Bist Du etwa ein elitärer PIRATEN-TROLL ?! 😉

      Wer „ALTERNATIVLOSIGKEIT“ und „EXORXISMUS“ predigt schließt sich selbst aus und verleugnet die schöpferische Fülle der Menschen …

      • Ich predige Parteilichkeit. Die Piraten wollen doch eine Partei sein – deshalb können sie kein Sammelbecken sein für alle. Sie müssen sich abgrenzen, sonst werden sie niemals Profil gewinnen. Wenn die Piraten diesen Mut nicht finden, wäre dies für mich ein weiterer Grund, die Piraten nicht zu wählen.

        (Und nein: Ich bin weder Pirat noch Troll. Ich bin Bürger.)

  17. Was ist eigentlich mit den vielen inaktiven Piraten? Gibt es eine Erklärung, warum diese inaktiv sind? Warum lassen sich scheinbar die eigenen Leute nicht (mehr) motivieren?
    Vielleicht kann/sollte man da schon mal den Hebel ansetzen?

  18. Über unsere privacy-box als Kommentar an uns übermittelt: „Nicht gewählt weil:
    – Kernthemen vernachlässigt zugunsten eines „umfassenden“ Programms
    – Verlust jeglicher Radikalität bei der Suche nach Antworten
    – Ignoranz entscheidender „Nebenwidersprüche“

    Bedeutet:
    – Kernthemen aus meiner Sicht sind/waren: Freiheit von Information und Freiheit des Menschen im Informationszeitalter erhalten, da wo die Veränderung der Welt sie bedroht. Bedingungsloses Grundeinkommen – schön, aber das können andere wirklich besser! Ich finde die Partei reibt sich an zu vielen Nebenschauplätzen auf. So sind sie, also seid ihr, auch nur „die neuen FDP“. ACTA, VDS, CETA – das war für mich das neue, eine Partei die ihre personellen Kapazitäten diesen Themen und ihren Auswirkungen widmet. Schade, davon sehe ich nichts oder zu wenig. Zu CETA, zu Reddit-Selbstmord, wo ist das Medienecho, wo sind die Piraten und Transpis auf den Straßen? Bewegung kommt von Aufstehen. Wo sind kritische Stimmen zum Bundestrojanerwahnsinn, zum VS-Untersuchungsausschuss – so viel Einfluss die Piraten in den Medien gewonnen hatten, so wenig wurde die Plattform genutzt um Kernthemen zu erklären, aufzuklären, zu verändern. Oder wird nur nicht berichtet?
    – Radikalität: wer von Informationsfreiheit spricht, und dabei Urheber einbezieht, hat IMO das Kernthema verfehlt, denn es geht um Freiheit der Konsumenten und ihrer persönlichen Daten. Die erarbeiteten Konzepte sind mir zu sehr Reform. die es allen recht machen will, und zu wenig Revolution.
    – Nebenwidersprüche: Freiheitsbeschränkung durch negative Mechanismen, wie Faschismus (… der nie eine Meinung sein kann) wie Sexismus – die Liste ist lang, erschließt sich aber von selbst, wenn man die Kernfragen nach Informationsfreiheit logisch (Dialektik oder nicht) und vor allem radikal angeht. „Für eine humanistische Gesellschaft“ ist schön geschrieben, aber leider widersprechen Einzelmeinungen aus der Mitte der Piraten diesen schönen Worten immer wieder eklatant, und Taten, sichtbare Taten in solchen Fällen, bleiben zu zaghaft, die Distanzierung zu schwach. Faschismus ist ein Verbrechen. Schlagt Nazis wo ihr sie trefft! (verbal selbstverständlich) – und lernt mal konsequent Unterstrich zu schreiben. Das ist aber Grundlage, und nicht Politik.

    Besinnt Euch doch mal auf den Kern, mit dem alles begann, und konzentriert euch auf das, was keine_r sonst macht: die moderne Welt verstehen und die Implikationen von technischer Entwicklung vorweg nehmen. Demokratie schaffen, Demokratie verändern. Nicht mitschwimmen.

    „Wir brauchen ein umfassendes Parteiprogramm“ war: mitschwimmen.

    Jetzt bitte: auf ein Neues! Die Gedanken sind frei!“

  19. Auch als Thüringer möchte ich etwas beisteuern, da ich Erstwähler bin bei der Bundestagswahl 2013. Ich denke aber, was folgt, könnt ihr genauso für eure Aufstellung in vier Jahren machen.
    Ich kann momentan die Piratenpartei nicht wählen, weil:

    – Wie steht ihr konkret zum Urheberrecht? Bilden sich da erste Lager innerhalb der Partei?
    – Ihr geht in einigen Fällen nicht auf das Tagesgeschen ein – nicht die Partei macht die Politik, die Realität bestimmt das Tagesprogramm.
    – eure ‚alte‘ BuVo ist weg – sie war für mich das Gesicht der Partei, und das hat mir gefallen 😉
    – ihr seid zu langsam, Lösungsansätze zu beschreiben
    – ihr seid im Moment nicht diszipliniert genug, d.h. nicht, dass der BuVo der Gottkönig für euch ist oder sowas; ihr glaubt aneinander beweisen zu müssen

    Ich war mal auf der Seite, in welcher ihr eure Vorschläge öffentlich macht und für Mitglieder zur Diskussion stellt. In Sachen Bildungspolitik (ein Verlag für alle Schulbücher) war zum Beispiel nicht schlecht.

  20. Pingback: Mut zur Ideologie | Quantenmeinung

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